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Industrieprodukte
Industrieprodukte von DPP richten sich an Betriebe, Fuhrparkverantwortliche und Maschinenwarte, die Schmierstoffe, Hydraulikprodukte, Kraftstoffadditive und AdBlue unter gewerblichen Bedingungen oder für anspruchsvolle Maschinenanwendungen benötigen....
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Industrieprodukte von DPP richten sich an Betriebe, Fuhrparkverantwortliche und Maschinenwarte, die Schmierstoffe, Hydraulikprodukte, Kraftstoffadditive und AdBlue unter gewerblichen Bedingungen oder für anspruchsvolle Maschinenanwendungen benötigen. Auf dieser Seite findest du, welches Produkt für welches System geeignet ist, wie es korrekt dosiert wird und was es realistisch leistet. Wo ein Techniker sinnvoller ist als ein Additiv, steht das klar dabei.
15 Produkte
Für wen sind diese Industrieprodukte geeignet?
Industrieprodukte sind primär für den Einsatz in Betrieben, Fuhrparks und Maschinen konzipiert, nicht für den gelegentlichen Privatgebrauch an einem Einzelfahrzeug. Das bedeutet nicht, dass sie grundsätzlich zu stark oder gefährlich für Privatanwender sind, sondern dass Gebindegröße, Anwendungsvolumen und Wirtschaftlichkeit auf gewerbliche Nutzung ausgelegt sind. Wer ein einziges Fahrzeug pflegt, ist mit den Verbraucherformaten aus der Fahrzeugadditive-Kategorie in der Regel besser bedient.
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Einzelfahrzeug, privat | Verbraucherformat aus der Fahrzeugadditive-Kategorie |
| Fuhrpark, mehrere Fahrzeuge | Profi-Gebinde (5-L-Kraftstoffadditiv, AdBlue IBC) |
| Maschinen, Lager, Anlagen | Fette und Hydraulikprodukte aus dieser Kategorie |
| Lebensmittelverarbeitung | Ausschließlich lebensmittelechtes Fett (HTF-G) |
AdBlue in Großmengen: IBC und lose Ware
Fuhrparks und Transportunternehmen, die SCR-Systeme in Diesel-Nutzfahrzeugen regelmäßig befüllen, haben zwei praktische Optionen: den IBC-Tank oder lose Ware pro Liter. Beide Varianten entsprechen den Anforderungen nach ISO 22241, AUS 32 und DIN 70070. Welche Lösung passt, hängt vor allem vom Verbrauchsvolumen und der verfügbaren Lagerkapazität ab.
- Lindemann AdBlue 1000-Liter-IBC: geeignet für Fuhrparks mit hohem Verbrauch und ausreichend Platz für einen stationären Tank. Der IBC ermöglicht eine effiziente, direkte Befüllung mehrerer Fahrzeuge.
- AdBlue lose Ware pro Liter: die wirtschaftlichere Wahl, wenn der Verbrauch hoch ist und Lagerkapazität in geeigneter Form vorhanden ist. Der Stückpreis pro Liter liegt bei großen Abnahmemengen deutlich niedriger als bei Kleingebinden.
Zur Lagerung und Haltbarkeit von AdBlue in IBC-Tanks empfiehlt sich ein separater Ratgeberartikel, da die logistischen Anforderungen über die Produktauswahl hinausgehen.
Welches Fett für welche Anwendung?
Die Wahl des richtigen Fetts hängt von Betriebstemperatur, Belastungsart und dem Einsatzumfeld ab. Fette werden grundsätzlich sparsam aufgetragen: so viel, dass die Schmierstelle gleichmäßig benetzt ist, aber nicht überfüllt. Ein überfülltes Lager erzeugt unnötige Wärme und erhöht den Verschleiß.
| Produkt | Einsatz | Nicht geeignet für |
|---|---|---|
| Blue-G EP-Mehrzweckfett | Hoch belastete Lager, Bolzen und Gelenke mit Stoßbelastung (Extreme Pressure) | Lebensmittelkontakt, dauerhaft hohe Temperaturen über der Produktspezifikation |
| HT-G Hochtemperaturfett | Lager und Führungen in Öfen, Trocknern und Bremssystemen bei dauerhaft hohen Temperaturen | Standardlager unter normalen Betriebsbedingungen, kein Ersatz für Standardfett |
| HTF-G Food Grade | Maschinen mit möglichem Lebensmittelkontakt, z. B. Abfüllanlagen und Förderbänder (NSF H1) | Darf nicht durch normales EP-Fett ersetzt werden, wenn Lebensmittelkontakt möglich ist |
| Red-G PTFE-Mehrzweckfett | Gleitflächen und Führungen, bei denen ein niedriger Reibwert im Vordergrund steht | Stoßbelastete Lager mit hohem Druckbedarf |
Das Wartungsintervall richtet sich nach den Herstellerangaben der Maschine oder Anlage. Bei hoch belasteten Lagern sind kürzere Intervalle sinnvoll als bei Standardlagern im Leichtbetrieb.
Hydraulikprodukte: wann Stop Leak, wann Additiv?
Leichte Leckagen in Hydrauliksystemen, zum Beispiel an Dichtungen, die durch Alterung oder Trockenheit undicht geworden sind, lassen sich mit einem Hydraulikadditiv behandeln. Eine Flasche Lindemann HYD-SL Stop Leak (1 Liter) behandelt 50 Liter Hydrauliköl. Das Produkt ist für Hydrauliksysteme in Schifffahrt, Transport und Industrie ausgelegt.
Was HYD-SL leistet und was nicht:
- Geeignet bei: leichter Leckage ohne messbaren Druckverlust, altersbedingter Undichtigkeit von Gummidichtungen, präventiver Konditionierung des Hydraulikfluids.
- Nicht geeignet bei: mechanisch beschädigten Dichtungen oder Leitungen, messbarem Druckabfall im System, sichtbaren Rissen oder Brüchen an Hydraulikkomponenten.
Für die Konditionierung des Hydraulikfluids und vorbeugenden Verschleißschutz steht HYD-1 als ergänzendes Produkt zur Verfügung. Bei Druckverlust, beschädigten Leitungen oder Bauteilen außerhalb der Herstellertoleranzen ist ein Servicetechniker der richtige Ansprechpartner, kein Additiv.
Kraftstoffadditive in Profi-Gebinden: Dosierung und Eignung
Werkstätten und Fuhrparks, die mehrere Fahrzeuge regelmäßig behandeln, profitieren von Profi-Gebinden, weil der Stückpreis pro Behandlung deutlich sinkt. Die Dosierung pro Fahrzeug bleibt dabei identisch mit dem Verbraucherprodukt; nur das Gebinde ist größer.
Situation und Empfehlung:
- Werkstatt oder Fuhrpark behandelt mehrere Fahrzeuge pro Woche: Lindemann Fuel Performance Treatment 5 L. Die Dosierung pro Fahrzeug entnimmst du der Produktverpackung oder der Produktseite.
- Sportliches Fahrzeug oder Motorrad mit Klopfneigung und erhöhtem Oktanbedarf: Octane Boost Pro Racing. Die Eignung für deinen Motor und Kraftstofftyp (E10, B7) solltest du vor der Anwendung anhand der Produktangaben prüfen.
Ob ein Kraftstoffadditiv mit modernen Kraftstoffen wie E10 oder B7 vollständig kompatibel ist, hängt von der konkreten Formulierung ab. Die Produktseite und das Datenblatt geben hier verlässliche Auskunft; ein ausführlicher Kompatibilitätsartikel zu diesem Thema ist als separater Ratgeber sinnvoller.
Wann reicht ein Industrieprodukt, wann brauche ich einen Techniker?
Industrieprodukte sind präventive Wartungsmittel. Sie sind sinnvoll, wenn ein System noch innerhalb seiner Betriebsparameter läuft, aber erste Anzeichen von Verschmutzung oder leichtem Verschleiß zeigt. Sie ersetzen keine mechanische Reparatur.
Additiv sinnvoll, wenn:
- Ein Lager noch innerhalb der Herstellertoleranzen läuft, aber eine beginnende Geräuschentwicklung zeigt.
- Ein Hydrauliksystem leichte Leckage ohne messbaren Druckverlust aufweist.
- Ein Kraftstoffsystem erste Symptome von Ablagerungen zeigt, zum Beispiel leichtes Ruckeln oder leicht erhöhten Verbrauch.
- Regelmäßige Wartung nach Plan, ohne akuten Befund.
Techniker notwendig, wenn:
- Ein Lager heiß läuft, vibriert oder Spiel außerhalb der Herstellertoleranzen zeigt.
- Der Hydraulikdruck messbar abfällt oder Leitungen sichtbar beschädigt sind.
- Eine Warn- oder Motorlampe leuchtet, auch wenn das erst nach einer Produktanwendung aufgetreten ist.
- Nachschmierung keine Wirkung zeigt und Geräusche oder Temperaturen weiter steigen.
Zur Frage, ob Additive Sensoren wie NOx-Sensor oder Lambdasonde beeinflussen können, und zum Thema Kombinieren mehrerer Additive lohnt sich jeweils ein separater Ratgeberartikel. Grundsätzlich gilt: Herstellerfreigaben und Garantiebedingungen prüfen, bevor du ein Industrieprodukt an einer garantierelevanten Baugruppe einsetzt.
Unsicher, welches Produkt zu deiner konkreten Anlage oder deinem Fuhrpark passt? Die Angaben auf der jeweiligen Produktseite und dem Datenblatt geben zuverlässige Auskunft zu Spezifikation und Freigaben.
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