Kategorie

Schmierstoffe

Ein quietschendes Türscharnier, ein klemmender Schlüssel oder eine Bremskomponente, die beim Zusammenbau nicht festfressen soll: Für solche Aufgaben gibt es unterschiedliche Schmierstoffe, und welches...
Mehr lesen
Unterkategorien

8 Produkte

Lindemann EP Grease

Hochwertiges EP2-Mehrzweckfett

Schützt vor Korrosion und hält Wasser sowie Druckbelastung standTemperaturbereich von −30 °C bis +130 °C

Auf Lager·

Preis

-22%
€8,95 €6,95
Details ansehen
Lindemann HTF-G Food Grade 400 g

Freigegeben nach USDA H1 und NSF H1 (Food Grade)

Temperaturbereich von −40 °C bis +400 °CSchmilzt, tropft und verkokt innerhalb des Einsatzbereichs nicht

Auf Lager·

Preis

-39%
€164,95 €99,95
Details ansehen

Spray, Fett oder Montagepaste: Was passt für welche Stelle?

Die Wahl hängt davon ab, was die Stelle am Auto von einem Schmiermittel verlangt: leichte Beweglichkeit, Belastbarkeit unter Druck oder Schutz vor Festfressen beim Zusammenbau.

  • Türscharniere, Schlösser, Bowdenzüge, Fensterhebermechanik, leichte Mechaniken: Ein PTFE-Spray hält zuverlässig an diesen Stellen und zieht weniger Schmutz an als ein Ölspray. Empfehlung: Lindemann PTFE Universal Spray 300 ml
  • Stark belastete Lagerpunkte, Fahrwerk, allgemeine Montage: Fett bleibt länger an der Kontaktstelle als ein Spray und ist deshalb die richtige Wahl, wenn Druck und Belastung eine Rolle spielen. Empfehlung: Lindemann EP Grease
  • Bremsbereich, Führungsbolzen, Auspuffverschraubungen, Hitzebelastung: Normales Fett oder Spray verliert in diesen Bereichen schneller seine Wirkung. Hochtemperaturfett ist hier die richtige Wahl. Empfehlung: Lindemann HT-G Hochtemperaturfett 400 g
  • Schrauben, Gewinde, Montageverbindungen gegen Festfressen und Korrosion: Montagepaste (auch als Anti-Seize-Paste bekannt) schützt Verbindungen beim Zusammenbau, damit sie sich später wieder lösen lassen. Sie ist kein Ersatz für Lagerfett, sondern ein Montagehilfsmittel. Empfehlung: Lindemann MP790 Montagepaste 250 g

Ein Trockenschmierstoff ist sinnvoll, wenn Schmutzanlagerung ein Problem ist, zum Beispiel an Stellen, die schnell verschmutzen oder wo ein nasser Ölfilm stört. Ein Multifunktionsspray ist eine praktische Allround-Lösung für leichte Wartungsaufgaben, ersetzt aber weder ein spezialisiertes Lagerfett noch eine Montagepaste.

Was ist der Unterschied zwischen EP2-Fett und Hochtemperaturfett?

Beide sind Fette, aber für unterschiedliche Belastungsarten ausgelegt. Die Verwechslung ist häufig, weil beide an Fahrwerk und Bremsen eingesetzt werden können. Die Entscheidung ist einfach: Wenn Wärme das Hauptthema ist, nimmst du Hochtemperaturfett. Wenn Druck und mechanische Belastung im Vordergrund stehen, ist EP2-Fett die richtige Wahl.

EP2-FettHochtemperaturfett
EinsatzbereichStark belastete Lagerpunkte, Fahrwerk, mechanische KontaktstellenHitzebelastete Stellen im Brems- und Auspuffbereich
Typische Stellen am AutoLagerpunkte, Spurstangenköpfe, Anhängerkupplungskugel, allgemeine MontageFührungsbolzen am Bremssattel, Kontaktflächen im Bremsbereich, Auspuffverschraubungen
HinweisNicht geeignet, wenn Hitze das Hauptproblem istNicht als allgemeines Lagerfett verwenden

Montagepaste gehört in eine eigene Kategorie: Sie ist kein Lager- oder Dauerschmiermittel, sondern schützt Schrauben, Gewinde und Kontaktflächen beim Zusammenbau vor Festfressen und Korrosion.

Wie trägt man Schmierstoffe richtig auf, und wie oft muss man nachschmieren?

  • Dünn und gezielt auftragen: Eine dünne, gleichmäßige Schicht auf der Kontaktstelle reicht aus.
  • Nicht flächig einpacken: Nur die Stelle schmieren, die tatsächlich Kontakt oder Bewegung hat.
  • Fett sparsam einsetzen: Zu viel Fett zieht Schmutz an, kann Dichtungen belasten und verbessert die Schmierung nicht.
  • Überschuss abwischen: Was nicht auf der Kontaktstelle bleibt, entfernen.
  • Verschmutzte Stellen zuerst reinigen, dann neu schmieren: Altes, schmutziges Fett vor dem Nachschmieren entfernen.
  • Nachschmieren nach Bedarf, nicht nach fester Kilometerlogik: Wenn Geräusche, Schwergängigkeit oder trockener Lauf zurückkehren, ist es Zeit zum Nachschmieren.
  • Keine Wunder bei bereits verschlissenen Teilen erwarten: Schmierung verbessert die Bewegung, repariert aber keine mechanischen Schäden.

Für die genaue Menge pro Produkt gilt: Halte dich an die Angaben auf der Verpackung.

Welche Stellen am Auto darf man nicht schmieren?

Einige Stellen am Auto dürfen keinen Kontakt mit Schmiermitteln haben. Das ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern eine Sicherheitsfrage:

  • Bremsscheiben: Schmiermittel auf der Bremsfläche verringert die Bremswirkung erheblich.
  • Bremsbeläge: Selbst geringe Mengen können die Reibfläche dauerhaft beschädigen.
  • Kupplungsscheiben: Schmiermittelkontakt beeinträchtigt die Funktion der Kupplung.
  • Gummi und Kunststoff: Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich als materialverträglich ausgewiesen sind. Herkömmliche Öle und Fette können Gummidichtungen angreifen oder Kunststoff beschädigen.
  • Sicherheitskritische Komponenten als Ersatz für eine Diagnose: Schmierung an Lenkung, Bremsen oder Fahrwerk ersetzt keine Werkstattprüfung.

Wenn ein Teil nach dem Schmieren weiter knarzt, klopft, klemmt oder spürbares Spiel hat, deutet das auf mechanischen Verschleiß hin. In diesem Fall ist eine Prüfung durch einen Fachbetrieb sinnvoller als weiteres Nachschmieren. Ein Schmiermittel kann Trockenheit, Quietschen und Schwergängigkeit lindern, aber kein verschlissenes Lager, kein ausgeschlagenes Gelenk und keinen mechanischen Defekt reparieren. Wenn das Symptom schnell zurückkommt, ist das ein klares Signal, dass die Ursache tiefer liegt.

Unsicher, ob du Fett oder Hochtemperaturfett brauchst? Entscheidend ist, ob Wärme oder mechanischer Druck an der Stelle überwiegt. Bei Fragen zur richtigen Wahl für deine konkrete Situation erreichst du uns über den Kundendienst.

Knowledge Center

Weiterlesen, wenn Sie noch unsicher sind

Praktische Erklärungen zu Anwendung, Erwartungen und Auswahl.