Ein tickendes, klackerndes oder rasselndes Geräusch aus dem Motorraum kommt relativ häufig vor und kann unter anderem mit dem Ventiltrieb zusammenhängen. Gut klingt es meistens nicht – und ignorieren sollte man solche Geräusche ebenfalls nicht. Wird die Ursache nicht rechtzeitig gefunden, können die Reparaturkosten deutlich steigen.
In diesem Artikel erklären wir, welche Aufgabe die Ventile im Motor haben, welche Ventiltriebe es gibt, ob tickende oder klappernde Geräusche schädlich sein können, wie du Problemen vorbeugst und welche Lösungen bei verschmutzten Hydrostößeln infrage kommen.
Welche Aufgabe haben die Ventile?
Verbrennungsmotoren besitzen Einlass- und Auslassventile. Sie sitzen im Zylinderkopf und werden über die Nockenwelle geöffnet und geschlossen.
Über die Einlassventile gelangt die Frischluft beziehungsweise das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Brennraum. Nach der Verbrennung werden die Abgase über die Auslassventile abgeführt.
Eine präzise Ventilsteuerung ist entscheidend für einen guten Motorlauf. Öffnen oder schließen die Ventile nicht zum richtigen Zeitpunkt beziehungsweise stimmt das Ventilspiel nicht, kann die Verbrennung beeinträchtigt werden.
Unterschiedliche Arten der Ventilbetätigung
Hörst du ein deutliches Ticken oder Klackern aus dem Motorraum, kann die Ursache im Ventiltrieb liegen. Besonders im Leerlauf sind solche Geräusche häufig gut zu hören.
Steigt die Motordrehzahl, wird auch das Ticken meist schneller. Bei einem korrekt arbeitenden Motor ist der Ventiltrieb normalerweise nur sehr wenig oder gar nicht auffällig zu hören.
Grundsätzlich gibt es unter anderem mechanisch einstellbare Ventiltriebe und hydraulische Systeme mit Hydrostößeln beziehungsweise hydraulischem Ventilspielausgleich. Beide Varianten können bei Problemen Geräusche verursachen.
Bei mechanisch einstellbaren Ventilen liegt die Ursache häufig an einem falschen Ventilspiel. In diesem Fall müssen die Ventile fachgerecht eingestellt werden.
Bei hydraulischen Ventiltrieben können tickende Geräusche unter anderem durch Verschmutzung oder einen zu niedrigen Motorölstand entstehen. Hydrostößel arbeiten mit dem Öldruck des Motors. Deshalb sollte bei auftretendem Ticken zuerst der Ölstand kontrolliert werden.
Ist genügend Motoröl vorhanden, können Ablagerungen in den Hydrostößeln oder Ölkanälen eine mögliche Ursache sein. Ein Austausch der Hydrostößel kann das Problem beheben, ist allerdings häufig kostspielig.
Liegt die Ursache tatsächlich an Verschmutzungen, gibt es auch eine deutlich günstigere Möglichkeit.
Ist ein Rasseln oder Ticken im Motor schädlich?
Ein vorübergehendes Ticken der Hydrostößel muss nicht unmittelbar einen Motorschaden bedeuten, insbesondere wenn der Ölstand korrekt ist.
Allerdings lässt sich anhand des Geräuschs allein nicht sicher feststellen, ob tatsächlich die Hydrostößel verantwortlich sind. Deshalb empfehlen wir, ungewöhnliche Motorgeräusche von einer Werkstatt prüfen zu lassen.
Stammt das Geräusch beispielsweise vom Zahnriemen, von der Steuerkette, von Lagern oder anderen internen Motorkomponenten, kann Weiterfahren problematisch sein.
Tickenden Ventilen vorbeugen
Bevor wir zur möglichen Lösung bei verschmutzten Hydrostößeln kommen, lohnt sich ein Blick auf die Vorbeugung und die allgemeine Pflege des Motors.
Besonders beim Kaltstart ist die Schmierung anspruchsvoll. Nach längerer Standzeit befindet sich ein großer Teil des Motoröls in der Ölwanne. Nach dem Start benötigt das Öl einen kurzen Moment, um alle Schmierstellen vollständig zu erreichen. In dieser Phase ist der Verschleißschutz besonders wichtig.
Lindemann Engine Performance Treatment wurde entwickelt, um den Schmierfilm und den Verschleißschutz zu unterstützen. Die enthaltenen PTFE-/Teflonbestandteile lagern sich an beweglichen Oberflächen an und helfen dabei, Reibung und direkten Metallkontakt zu reduzieren.
Lindemann Engine Performance Treatment kann außerdem zu einem leichteren Motorlauf beitragen. Weniger Reibung bedeutet weniger mechanischen Widerstand im Motor.
Dadurch kann der Motor effizienter arbeiten und seine Leistung gleichmäßiger abgeben.
Engine Performance Treatment verfügt außerdem über reinigende Eigenschaften und kann dabei helfen, Ablagerungen im Ölsystem zu reduzieren beziehungsweise deren Neubildung zu erschweren.
Durch diese reinigende Wirkung kann das Produkt nicht nur vorbeugend, sondern bei verschmutzungsbedingten Problemen auch unterstützend eingesetzt werden.
Lösung bei tickenden Hydrostößeln
Verschmutzungen gehören zu den möglichen Ursachen für tickende Geräusche bei hydraulischen Ventiltrieben. Wie bereits beschrieben, werden die Ventile von der Nockenwelle betätigt.
Bei mechanischen Systemen erfolgt die Kraftübertragung je nach Bauart beispielsweise über Kipphebel. Bei hydraulischem Ventilspielausgleich kommen unter anderem Hydrostößel zum Einsatz. Diese werden mit Motoröl beziehungsweise Öldruck versorgt.
Ist ein Ölkanal durch Ablagerungen verengt und füllt sich der Hydrostößel nicht schnell genug mit Öl, kann das notwendige Ventilspiel nicht korrekt ausgeglichen werden. Dadurch kann ein typisches Tickgeräusch entstehen.
Für verschmutzungsbedingte Probleme bieten wir zwei Möglichkeiten. Lindemann Oil System Cleaner wurde entwickelt, um Ablagerungen aus dem Ölsystem und den Ölkanälen zu lösen. Nach der Anwendung müssen Motoröl und Ölfilter gewechselt werden. Steht ohnehin bald ein Ölwechsel an, ist Oil System Cleaner deshalb eine passende Option.
Ist kurzfristig kein Ölwechsel geplant, kann Lindemann Engine Performance Treatment eingesetzt werden. Das Produkt eignet sich nicht nur zur vorbeugenden Pflege, sondern kann auch bei verschmutzungsbedingtem Ticken hydraulischer Ventiltriebe unterstützend wirken.
Fazit: Verschmutzte Hydrostößel lassen sich in bestimmten Fällen mit einem geeigneten Additiv reinigen.
Häufig gestellte Fragen
Was kann man gegen tickende Ventile tun?
Wenn ein hydraulischer Ventiltrieb zu ticken beginnt, sollte zuerst der Motorölstand kontrolliert werden. Ist genügend Öl vorhanden, können Verschmutzungen in Hydrostößeln oder Ölkanälen eine mögliche Ursache sein.
Ein Austausch ist möglich, kann aber relativ teuer sein. Bei einer verschmutzungsbedingten Ursache kann zunächst eine Reinigung mit einem geeigneten Additiv infrage kommen. Dabei gibt es mildere Produkte, die im Öl verbleiben können, und stärkere Motorspülungen, nach deren Anwendung direkt ein Öl- und Filterwechsel durchgeführt wird.
Welche Aufgabe haben die Ventile?
Verbrennungsmotoren besitzen Einlass- und Auslassventile. Sie sitzen im Zylinderkopf und werden durch die Nockenwelle betätigt. Über die Einlassventile gelangt Frischluft beziehungsweise das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Brennraum, während die Abgase über die Auslassventile abgeführt werden.
Ist ein Rasseln oder Ticken im Motor schädlich?
Ein Tickgeräusch von Hydrostößeln muss nicht sofort zu einem Schaden führen, insbesondere wenn der Ölstand korrekt ist.
Allerdings kann ein ähnliches Geräusch auch von anderen Motorkomponenten stammen. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich eine Diagnose in der Werkstatt, wenn die Ursache nicht eindeutig bekannt ist.
Kommt das Geräusch beispielsweise von Steuertrieb, Lagern oder anderen internen Motorbauteilen, sollte nicht einfach weitergefahren werden.
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