Motoröl selbst zu wechseln gehört zu den Wartungsarbeiten, die sich mit etwas technischem Verständnis gut in Eigenregie durchführen lassen. Frisches Motoröl schmiert, kühlt, reinigt und schützt den Motor. Altes oder stark verschmutztes Öl kann dagegen den Verschleiß erhöhen, die Motorleistung beeinträchtigen und die Bildung von Ölschlamm fördern.
In diesem ausführlichen Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie einen Ölwechsel selbst durchführen, wie lange ein Ölwechsel dauert, ob Motoröl altert, woran Sie altes oder verschmutztes Öl erkennen und wie Sie das richtige Öl für Ihr Fahrzeug auswählen. Außerdem erfahren Sie, wann eine Motorspülung sinnvoll sein kann und welche Produkte Sie für einen sauberen Ölwechsel benötigen.
Benötigen Sie Produkte für Ihren Ölwechsel? Entdecken Sie unser Sortiment an Motorölen, Motorspülungen, den Lindemann Oil System Cleaner, das Lindemann Engine Performance Treatment sowie praktische Einfülltrichter.
Warum ist ein regelmäßiger Ölwechsel wichtig?
Motoröl arbeitet unter extremen Bedingungen. Es ist hohen Temperaturen und Drücken ausgesetzt und nimmt gleichzeitig Verbrennungsrückstände, Ruß, Feuchtigkeit und mikroskopisch kleine Verschleißpartikel auf. Mit zunehmender Nutzungsdauer verliert das Öl einen Teil seiner schützenden Eigenschaften. Die enthaltenen Additive werden nach und nach verbraucht, während sich Verunreinigungen ansammeln.
Frisches Motoröl unterstützt unter anderem:
- Schmierung: reduziert die Reibung zwischen beweglichen Metallbauteilen.
- Kühlung: führt Wärme von thermisch stark belasteten Bauteilen ab.
- Reinigung: transportiert Schmutz, Ruß und Verbrennungsrückstände zum Ölfilter.
- Schutz: hilft, Korrosion, Ablagerungen und vorzeitigen Verschleiß zu begrenzen.
- Abdichtung: unterstützt die Abdichtung im Bereich von Kolben und Kolbenringen.
- Geräuschreduzierung: trägt zu einem ruhigeren und gleichmäßigeren Motorlauf bei.
Wer Ölwechsel zu lange hinauszögert, riskiert eingedicktes Öl, Ölschlamm, zugesetzte Ölkanäle, steigenden Ölverbrauch, tickernde Hydrostößel und beschleunigten Motorverschleiß. Der Ölwechsel sollte deshalb als vorbeugende Wartung betrachtet werden.
Kann Motoröl altern?
Ja, Motoröl altert. Das geschieht sowohl während des Einsatzes im Motor als auch bei längerer Lagerung. Im Motor ist das Öl ständig Hitzezyklen, Sauerstoff, Kraftstoffrückständen, Ruß, Kondenswasser und Verbrennungsprodukten ausgesetzt. Diese Einflüsse verändern das Öl und reduzieren langfristig seine Schutzwirkung.
Auch Motoröl in einer Flasche kann altern, insbesondere bei falscher Lagerung. Ungeöffnete Gebinde halten normalerweise deutlich länger als bereits verwendetes Öl im Motor. Lagern Sie Motoröl kühl, trocken, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und mit fest verschlossenem Deckel.
Warum altert Motoröl bei manchen Fahrzeugen schneller?
Bestimmte Einsatzbedingungen beschleunigen die Ölalterung:
- viele Kurzstrecken, bei denen der Motor nicht vollständig warm wird;
- häufige Kaltstarts;
- Stop-and-go-Verkehr in der Stadt;
- Anhängerbetrieb, schwere Lasten oder sportliche Fahrweise;
- Turboladermotoren mit hohen Öltemperaturen;
- Dieselmotoren mit stärkerer Rußbelastung des Motoröls;
- überzogene Ölwechselintervalle oder eine unklare Wartungshistorie.
Wird Ihr Fahrzeug überwiegend auf Kurzstrecken eingesetzt, ist deshalb nicht nur die Kilometerleistung wichtig. Auch zeitabhängige Ölwechsel spielen eine wesentliche Rolle.
Woran erkennt man altes oder verschmutztes Motoröl?
Die Farbe allein sagt nicht zuverlässig aus, ob Motoröl gewechselt werden muss. Gerade bei Dieselmotoren kann frisches Öl relativ schnell dunkel werden, weil es Rußpartikel in Schwebe hält. Dennoch gibt es verschiedene Hinweise darauf, dass das Öl stark gealtert oder verschmutzt sein könnte.
- Sehr dickes oder klebriges Öl: wirkt das Öl sirupartig oder teerähnlich, kann es stark gealtert oder verschmutzt sein.
- Verbrannter Geruch: deutlicher Brandgeruch kann auf hohe thermische Belastung oder gealtertes Öl hinweisen.
- Ölschlamm am Einfülldeckel: schwarze Ablagerungen oder ein heller mayonnaiseartiger Belag können auf Feuchtigkeit, viele Kurzstrecken oder innere Verschmutzungen hinweisen.
- Metallische Partikel: glänzende Teilchen am Ölmessstab oder im abgelassenen Öl können auf Verschleiß hindeuten.
- Tickern oder Rasseln: beeinträchtigte Schmierung kann Hydrostößel oder Komponenten des Steuertriebs hörbarer machen.
- Ölwarnleuchte: insbesondere eine rote Warnleuchte darf niemals ignoriert werden.
- Schnell sinkender Ölstand: häufiges Nachfüllen kann auf Ölverbrauch, Undichtigkeiten oder inneren Verschleiß hinweisen.
Wirkt das Motoröl stark verschmutzt oder schlammartig, reicht einfaches Nachfüllen nicht aus. Das alte Öl sollte abgelassen und durch frisches Motoröl ersetzt werden. In der Regel wird dabei auch der Ölfilter erneuert. Bei stärkerer innerer Verschmutzung kann vor dem Ölwechsel zusätzlich eine Motorspülung sinnvoll sein.
Wie lange dauert ein Ölwechsel?
Ein normaler Ölwechsel dauert mit geeignetem Werkzeug, passendem Öl, neuem Ölfilter und einem sicheren Arbeitsplatz meist etwa 30 bis 60 Minuten. Wird zusätzlich eine Motorspülung verwendet, sollten Sie mehr Zeit einplanen, da der Motor vor dem Ablassen des Altöls mit dem Reiniger im Leerlauf laufen muss.
Als grobe Orientierung:
| Arbeit | Ungefähre Dauer |
|---|---|
| Normaler Öl- und Filterwechsel | 30 bis 60 Minuten |
| Ölwechsel mit Motorspülung | 60 bis 90 Minuten |
| Erster selbst durchgeführter Ölwechsel | 60 bis 120 Minuten |
| Ölservice in einer Fachwerkstatt | Meist etwa 30 bis 45 Minuten, abhängig von Fahrzeug und Werkstattauslastung |
Der Arbeitsaufwand kann höher sein, wenn die Ölablassschraube schlecht zugänglich ist, eine Unterbodenverkleidung entfernt werden muss oder sich der Ölfilter an einer schwer erreichbaren Stelle befindet. Eine gute Vorbereitung spart deshalb viel Zeit.
Welches Motoröl benötigt mein Motor?
Das richtige Motoröl hängt von Motorkonstruktion, Kraftstoffart, Baujahr, Abgasnachbehandlung und Herstellervorgabe ab. Es reicht nicht, ausschließlich anhand der Viskosität wie 5W-30 oder 5W-40 auszuwählen. Zwei Öle mit derselben Viskosität können unterschiedliche Spezifikationen besitzen und deshalb nicht gleichermaßen für Ihren Motor geeignet sein.
Achten Sie bei der Auswahl auf:
- Viskosität: beispielsweise 0W-20, 0W-30, 5W-30, 5W-40 oder 10W-40.
- Herstellerfreigabe: beispielsweise Freigaben von Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW, Opel, Ford, Renault oder PSA/Stellantis.
- ACEA- oder API-Klassifikation: sie beschreibt die Leistungskategorie des Motoröls.
- Kompatibilität mit Abgasnachbehandlung: Fahrzeuge mit DPF, GPF/OPF oder Katalysator können ein Low-SAPS-Öl benötigen.
- Zustand des Motors: ein älterer Motor mit hoher Laufleistung kann andere Anforderungen haben als ein neuer Motor.
Prüfen Sie vor der Bestellung immer Betriebsanleitung, Serviceheft oder die offizielle Herstellerspezifikation. Sind Sie unsicher, ist es besser, die konkrete Freigabe zu überprüfen, statt ausschließlich nach der Viskosität zu entscheiden.
Welches Öl ist das richtige für mein Auto?
Viele Autofahrer suchen nach einer einfachen Antwort auf die Frage „Welches Öl braucht mein Auto?“. Tatsächlich hängt die Auswahl jedoch vom genauen Fahrzeugmodell, Motorcode und den Herstellervorgaben ab. Ein moderner Turbo-Benziner kann völlig andere Anforderungen haben als ein älterer Dieselmotor, obwohl beide Fahrzeuge ähnliche Leistung besitzen.
Bei Dutch Performance Products finden Sie unterschiedliche Motoröle für Benzin-, Diesel-, LPG- und Hybridfahrzeuge. Häufig verwendete Viskositäten sind beispielsweise:
- 0W-20-Motoröl – häufig für moderne reibungsoptimierte Motoren und bestimmte Hybridfahrzeuge.
- 0W-30-Motoröl – für verschiedene moderne Motoren mit entsprechenden Freigaben.
- 5W-30-Motoröl – eine weit verbreitete Viskosität für moderne Pkw und leichte Nutzfahrzeuge.
- 5W-40-Motoröl – geeignet für zahlreiche Benzin- und Dieselmotoren, auch bei höherer Belastung.
- 10W-40-Motoröl – wird häufig bei älteren Motoren oder Fahrzeugen mit entsprechenden Herstellervorgaben verwendet.
Besitzt Ihr Fahrzeug einen Dieselpartikelfilter, Turbolader, eine Steuerkette oder ein Start-Stopp-System, ist die korrekte Spezifikation besonders wichtig. Ungeeignetes Öl kann Verschleiß erhöhen, die Abgasnachbehandlung belasten oder den Kaltstartschutz beeinträchtigen.
Sollte man vor dem Ölwechsel eine Motorspülung verwenden?
Eine Motorspülung ist ein Reinigungsadditiv, das vor dem Ölwechsel dem alten Motoröl zugesetzt wird. Sie soll Ölschlamm, verharzte Ablagerungen und Verschmutzungen im Ölkreislauf lösen. Anschließend wird das Altöl vollständig abgelassen und durch neues Motoröl und einen frischen Ölfilter ersetzt.
Der Lindemann Oil System Cleaner wurde zur Reinigung des inneren Ölkreislaufs vor einem Ölwechsel entwickelt. Er kann dabei helfen, Ablagerungen aus Ölkanälen, Kolbenringbereichen, Hydrostößeln und anderen ölgeschmierten Bauteilen zu lösen.
Eine Motorspülung kann sinnvoll sein, wenn:
- das Motoröl sehr verschmutzt oder der Ölwechsel überfällig ist;
- das Fahrzeug überwiegend auf Kurzstrecken eingesetzt wird;
- Ölschlamm oder Ablagerungen im Ölkreislauf vorhanden sind;
- Hydrostößel aufgrund von Verschmutzungen tickern;
- das System vor dem Einfüllen von frischem Öl gründlich gereinigt werden soll;
- stark gealtertes Öl durch hochwertiges frisches Motoröl ersetzt wird.
Wichtig: Eine Motorspülung wird vor dem Ölwechsel und nicht danach eingesetzt. Geben Sie sie zum alten Motoröl, lassen Sie den Motor entsprechend der Produktanleitung im Leerlauf laufen und lassen Sie anschließend das warme Altöl ab. Fahren Sie nicht mit einer Motorspülung im Ölkreislauf, sofern dies nicht ausdrücklich in der Produktanleitung erlaubt wird.
Wann sollte man auf eine Motorspülung verzichten?
Eine Motorspülung kann hilfreich sein, ist aber nicht in jeder Situation die richtige Wahl. Vorsicht ist insbesondere bei stark vernachlässigten Motoren, sehr hoher Laufleistung, extrem niedrigem Öldruck oder bereits vorhandenen mechanischen Schäden geboten.
Bei stark verschlissenen Motoren können Ablagerungen bestehende Undichtigkeiten oder Verschleißerscheinungen teilweise überdecken. Werden sie entfernt, können bereits vorhandene Probleme deutlicher sichtbar werden. Klopft der Motor stark, besitzt er sehr niedrigen Öldruck, verbraucht große Mengen Öl oder ist massiv verschlammt, sollten Sie vor einer Motorspülung fachlichen Rat einholen.
Was benötigt man für einen Ölwechsel in Eigenregie?
Bereiten Sie vor Arbeitsbeginn alles vor. Ein Ölwechsel wird schnell unnötig kompliziert, wenn während der Arbeit Werkzeug, Filter oder ein geeigneter Auffangbehälter fehlen.
- Passendes Motoröl: Wählen Sie die korrekte Viskosität und Herstellerfreigabe aus unserem Motoröl-Sortiment.
- Neuer Ölfilter: Der Ölfilter sollte beim Ölwechsel ebenfalls erneuert werden.
- Dichtring für die Ölablassschraube: Ersetzen Sie ihn, sofern dies für Ihr Fahrzeug vorgesehen ist.
- Ölauffangwanne: Verwenden Sie einen Behälter, der die gesamte Ölfüllmenge aufnehmen kann.
- Steckschlüssel oder Ringschlüssel: erforderlich zum Lösen der Ölablassschraube.
- Ölfilterschlüssel: hilfreich, wenn sich der Filter nicht von Hand lösen lässt.
- Trichter: Ein 4-teiliges Trichterset erleichtert das saubere Einfüllen des neuen Öls.
- Handschuhe und Reinigungstücher: Altöl ist stark verschmutzend und sollte möglichst nicht mit Haut und Oberflächen in Kontakt kommen.
- Motorspülung: Verwenden Sie bei Bedarf den Lindemann Oil System Cleaner.
- Öladditiv: Nach dem Ölwechsel kann dem frischen Motoröl Lindemann Engine Performance Treatment zugesetzt werden, um Reibung zu reduzieren und einen ruhigen Motorlauf zu unterstützen.
Motoröl selbst wechseln: Schritt für Schritt
Arbeiten Sie immer sicher. Stellen Sie das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche ab. Muss das Auto angehoben werden, verwenden Sie geeignete Unterstellböcke und verlassen Sie sich niemals ausschließlich auf einen Wagenheber. Warmes Motoröl kann Verbrennungen verursachen – tragen Sie Handschuhe und arbeiten Sie sorgfältig.
Schritt 1: Motor warmfahren
Warmes Öl fließt leichter ab als kaltes und nimmt beim Ablassen mehr gelöste Verschmutzungen mit. Bringen Sie den Motor zunächst auf Betriebstemperatur und stellen Sie ihn anschließend ab. Warten Sie einige Minuten, damit das Öl noch warm, aber nicht mehr gefährlich heiß ist.
Schritt 2: Bei Bedarf Motorspülung hinzufügen
Verwenden Sie den Lindemann Oil System Cleaner, geben Sie ihn vor dem Ablassen zum alten Motoröl. Lassen Sie den Motor gemäß Produktanleitung im Leerlauf laufen. Fahren Sie während dieser Behandlung nicht mit dem Fahrzeug. Stellen Sie den Motor anschließend ab und bereiten Sie das Ablassen vor.
Schritt 3: Öleinfülldeckel öffnen
Öffnen Sie den Öleinfülldeckel oben am Motor. Dadurch kann das Altöl leichter abfließen. Bei Fahrzeugen mit Ölmessstab können Sie diesen zusätzlich etwas herausziehen.
Schritt 4: Auffangwanne positionieren
Stellen Sie die Ölauffangwanne unter die Ölablassschraube der Ölwanne. Der Behälter muss groß genug sein, um die gesamte Motorölmenge aufzunehmen. Die meisten Pkw enthalten mehrere Liter Öl.
Schritt 5: Ölablassschraube entfernen
Lösen Sie die Ablassschraube vorsichtig mit dem passenden Werkzeug. Warmes Öl kann sehr schnell austreten. Halten Sie Ihre Hände aus dem Ölstrom und lassen Sie das Öl vollständig ablaufen. Dies kann mehrere Minuten dauern.
Schritt 6: Ölfilter austauschen
Entfernen Sie den alten Ölfilter. Dabei kann weiteres Öl austreten, halten Sie deshalb Reinigungstücher bereit. Benetzen Sie die Gummidichtung des neuen Filters leicht mit frischem Motoröl und montieren Sie ihn entsprechend der Herstellervorgabe. Ziehen Sie den Filter nicht unnötig fest an.
Schritt 7: Ölablassschraube wieder montieren
Ist das Altöl vollständig abgelaufen, reinigen Sie den Bereich um die Ablassöffnung und montieren Sie die Ölablassschraube erneut. Ersetzen Sie bei Bedarf den Dichtring. Ziehen Sie die Schraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment fest und vermeiden Sie Überdrehen, da dadurch das Gewinde der Ölwanne beschädigt werden kann.
Schritt 8: Frisches Motoröl einfüllen
Füllen Sie das vorgeschriebene Motoröl langsam über einen sauberen Trichter ein. Beginnen Sie zunächst mit etwas weniger als der angegebenen Gesamtfüllmenge. So vermeiden Sie eine Überfüllung. Warten Sie kurz und kontrollieren Sie anschließend den Ölstand am Messstab oder über das elektronische Ölstandssystem.
Schritt 9: Motor kurz starten
Starten Sie den Motor und lassen Sie ihn kurz im Leerlauf laufen. Dadurch verteilt sich das Öl im System und der neue Ölfilter füllt sich. Kontrollieren Sie dabei Ölablassschraube und Filter auf Undichtigkeiten. Stellen Sie den Motor anschließend wieder ab und warten Sie einige Minuten.
Schritt 10: Ölstand erneut kontrollieren
Nachdem das Öl wieder in die Ölwanne zurückgelaufen ist, kontrollieren Sie den Ölstand erneut. Füllen Sie bei Bedarf kleine Mengen nach. Der Ölstand sollte zwischen MIN und MAX liegen und darf die MAX-Markierung nicht überschreiten.
Schritt 11: Bei Bedarf Öladditiv hinzufügen
Nach dem Öl- und Filterwechsel kann dem frischen Motoröl Lindemann Engine Performance Treatment zugesetzt werden. Dieses Öladditiv wurde entwickelt, um Reibung zu reduzieren, einen ruhigeren Motorlauf zu unterstützen und innere Motorbauteile zu schützen. Beachten Sie die Produktanleitung und verwenden Sie keine Additive, wenn der Fahrzeughersteller deren Einsatz ausdrücklich ausschließt.
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Was tun mit dem Altöl?
Altöl darf niemals in den Abfluss, auf den Boden oder in den normalen Hausmüll gelangen. Es enthält umweltgefährdende Verunreinigungen und muss fachgerecht entsorgt werden. Füllen Sie das gebrauchte Öl in einen dicht verschließbaren Behälter und bringen Sie es zu einer geeigneten Sammelstelle, einem Recyclinghof oder einer Werkstatt, die Altöl annimmt.
Auch der gebrauchte Ölfilter enthält Restöl und muss entsprechend fachgerecht entsorgt werden.
Häufige Fehler beim selbst durchgeführten Ölwechsel
Ein Ölwechsel ist grundsätzlich nicht kompliziert, kleine Fehler können jedoch teure Folgen haben. Vermeiden Sie insbesondere:
- Falsches Motoröl: Die Viskosität allein reicht nicht aus – prüfen Sie immer die vorgeschriebene Spezifikation.
- Zu viel Öl: Eine Überfüllung kann Schaumbildung, erhöhten Druck und Probleme im Ansaugsystem verursachen.
- Ölfilter nicht erneuern: Bei einem vollständigen Ölwechsel sollte auch ein frischer Filter montiert werden.
- Dichtring vergessen: Ein alter oder beschädigter Dichtring kann zu Ölverlust führen.
- Ablassschraube zu fest anziehen: Dadurch kann das Gewinde in der Ölwanne beschädigt werden.
- Motor mit zu wenig Öl starten: Füllen Sie immer zuerst ausreichend Öl ein.
- Undichtigkeiten nach dem Ölwechsel nicht prüfen: Kontrollieren Sie Ablassschraube und Ölfilter nach dem ersten Start.
- Motorspülung falsch anwenden: Fahren Sie nicht mit einer Motorspülung im Öl, sofern die Produktanleitung dies nicht ausdrücklich erlaubt.
Ölwechsel oder nur Motoröl nachfüllen?
Öl nachfüllen und Öl wechseln sind zwei unterschiedliche Maßnahmen. Durch Nachfüllen wird lediglich der Ölstand korrigiert. Beim Ölwechsel wird dagegen altes und verschmutztes Öl vollständig durch frisches Öl ersetzt.
| Situation | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|
| Ölstand leicht zu niedrig, Öl wirkt unauffällig | Passendes Motoröl nachfüllen |
| Öl sehr dunkel, dickflüssig oder riecht verbrannt | Motoröl und Ölfilter wechseln |
| Ölschlamm unter dem Einfülldeckel sichtbar | Ölwechsel, gegebenenfalls mit Motorspülung |
| Rote Ölwarnleuchte | Sofort sicher anhalten und Ursache untersuchen |
| Ölstand sinkt immer wieder | Auf Undichtigkeiten oder erhöhten Ölverbrauch prüfen |
| Wartungsintervall überschritten | Öl und Filter möglichst zeitnah wechseln |
Wie oft sollte man das Motoröl wechseln?
Das richtige Ölwechselintervall hängt von Fahrzeug, Motor, Motoröl und Einsatzbedingungen ab. Halten Sie sich grundsätzlich an den Wartungsplan des Fahrzeugherstellers. Unter erschwerten Bedingungen können jedoch kürzere Wechselintervalle sinnvoll sein.
Ein häufigerer Ölwechsel kann beispielsweise erforderlich sein, wenn:
- Sie überwiegend Kurzstrecken fahren;
- das Fahrzeug häufig im dichten Stadtverkehr oder Stop-and-go eingesetzt wird;
- Sie regelmäßig Anhänger oder Wohnwagen ziehen;
- der Motor eine hohe Laufleistung besitzt;
- das Fahrzeug leistungsgesteigert ist oder häufig stark belastet wird;
- das Motoröl schnell verschmutzt;
- der Motor bereits Probleme mit Ölschlamm oder Ölverbrauch hatte.
Für viele Fahrer ist eine Kombination aus Kilometer- und Zeitintervall sinnvoll. Auch bei geringer jährlicher Fahrleistung altert das Motoröl im Motor.
Kurzcheck für einen erfolgreichen Ölwechsel
- Prüfen Sie die vorgeschriebene Motorölspezifikation.
- Besorgen Sie die richtige Ölmenge und einen neuen Ölfilter.
- Legen Sie Werkzeug, Handschuhe, Auffangwanne, Trichter und Reinigungstücher bereit.
- Bringen Sie den Motor auf Temperatur, damit das Altöl besser abfließt.
- Verwenden Sie bei Bedarf vor dem Ablassen Lindemann Oil System Cleaner.
- Lassen Sie das Altöl vollständig ab.
- Ersetzen Sie den Ölfilter.
- Montieren Sie die Ablassschraube mit geeignetem Dichtring.
- Füllen Sie frisches Motoröl ein.
- Starten Sie den Motor kurz und kontrollieren Sie auf Undichtigkeiten.
- Prüfen Sie den Ölstand nach einigen Minuten erneut.
- Entsorgen Sie Altöl und Filter fachgerecht.
Empfohlene Produkte für Ihren Ölwechsel
Für einen sauberen und gründlichen Ölwechsel sind unter anderem folgende Produkte hilfreich:
- Motoröl – wählen Sie die korrekte Viskosität und Spezifikation für Ihr Fahrzeug.
- Lindemann Oil System Cleaner – Motorspülung zur Reinigung des Ölkreislaufs vor dem Ablassen des Altöls.
- Lindemann Engine Performance Treatment – Öladditiv zur Anwendung nach dem Ölwechsel, um Reibung zu reduzieren und einen ruhigen Motorlauf zu unterstützen.
- Lindemann Worn Engine Treatment – für Motoren mit höherer Laufleistung oder bereits erkennbaren Verschleißerscheinungen.
- 4-teiliges Trichterset – erleichtert das saubere Einfüllen des neuen Motoröls.
Häufig gestellte Fragen zum Motorölwechsel
Kann Motoröl schlecht beziehungsweise alt werden?
Ja. Motoröl altert durch Hitze, Sauerstoff, Feuchtigkeit, Kraftstoffeintrag, Ruß und andere Verunreinigungen. Öl im Motor altert deutlich schneller als korrekt gelagertes, ungeöffnetes Motoröl.
Wie lange dauert ein Ölwechsel?
Ein normaler Ölwechsel dauert meist etwa 30 bis 60 Minuten. Verwenden Sie zusätzlich eine Motorspülung oder führen Sie die Arbeit zum ersten Mal durch, sollten Sie mehr Zeit einplanen.
Welches Motoröl gehört in meinen Motor?
Das richtige Öl richtet sich nach Motortyp, Viskositätsanforderung, Herstellerfreigabe und Abgasnachbehandlung. Prüfen Sie vor der Bestellung immer Betriebsanleitung oder Herstellerspezifikation.
Woran erkenne ich altes oder verschmutztes Motoröl?
Mögliche Hinweise sind sehr dickes oder klebriges Öl, verbrannter Geruch, Ölschlamm, Metallpartikel, Motorgeräusche, Warnleuchten oder häufiges Nachfüllen.
Sollte ich vor jedem Ölwechsel eine Motorspülung verwenden?
Nicht unbedingt. Eine Motorspülung kann bei verschmutztem Ölkreislauf, überzogener Wartung oder sichtbaren Ablagerungen sinnvoll sein. Bei gut gewarteten Motoren kann eine gelegentliche Anwendung ausreichen.
Kann ich das Motoröl wechseln, ohne den Ölfilter zu erneuern?
Das ist nicht empfehlenswert. Im gebrauchten Ölfilter befinden sich altes Öl und zurückgehaltene Verunreinigungen. Für einen vollständigen Ölservice sollte der Filter deshalb ebenfalls erneuert werden.
Fazit
Motoröl selbst zu wechseln ist eine praktische Möglichkeit, den Motor regelmäßig zu warten und unnötigen Verschleiß zu reduzieren. Entscheidend sind das richtige Motoröl, das vollständige Ablassen des Altöls, ein neuer Ölfilter und die sorgfältige Kontrolle des Ölstands nach dem Befüllen.
Motoröl altert auch dann, wenn nur wenige Kilometer gefahren werden. Kurzstrecken, Kaltstarts, Ruß, Feuchtigkeit und hohe Temperaturen tragen zur Alterung bei. Ist das Öl alt, stark verschmutzt oder eingedickt, ist ein vollständiger Ölwechsel wesentlich sinnvoller als lediglich neues Öl nachzufüllen.
Verwenden Sie für ein gutes Ergebnis hochwertiges Motoröl, reinigen Sie den Ölkreislauf bei Bedarf mit Lindemann Oil System Cleaner und nutzen Sie beim Einfüllen ein Trichterset. Nach dem Ölwechsel kann Lindemann Engine Performance Treatment eingesetzt werden, um einen ruhigen Motorlauf und geringere Reibung zu unterstützen.